5 Tipps, wie Sie Ihre persönlichen Krisen bewältigen können
- michellewunnermw
- 11. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 12. Dez. 2025
In unserem Leben kann es immer wieder zu Phasen kommen, in denen wir uns unsicher, überfordert oder innerlich belastet fühlen — kurz: in einer Krise stecken. Doch Krisen müssen nicht zwangsläufig in Erschöpfung, Rückzug oder Resignation enden. Mit gezielten Strategien lassen sich nicht nur schwierige Phasen meistern — Sie können auch gestärkt aus ihnen hervorgehen. Hier sind fünf erprobte Ansätze, die Ihre mentale Gesundheit stabilisieren — auch in und nach Krisen.
1) Nutzen Sie Ihre inneren und äußeren Ressourcen – Resilienz bewusst stärken
Ein Schlüssel für erfolgreiche Krisenbewältigung ist das, was Fachleute als Resilienz bezeichnen — also die psychische Widerstandsfähigkeit gegenüber Belastungen und Stress.
Resilienz ist nicht angeboren und unveränderlich — sie lässt sich durch bewusste Strategien und Unterstützung entwickeln.
„Ressourcen“ können innere Eigenschaften sein (Selbstwirksamkeit, Optimismus, Stressregulation), genauso wie äußere Faktoren: soziale Unterstützung, Gemeinschaft, stabile Beziehungen oder auch eine sinnstiftende Tätigkeit.
Tipp: Machen Sie sich bewusst, was Sie bereits an “Ressourcen” haben — Freund:innen, Familie, Hobbys, persönliche Stärken — und setzen Sie sie aktiv ein: z. B. Gespräche führen, Hilfe annehmen, auf vorhandene Fähigkeiten zurückgreifen.

2) Bleiben Sie aktiv — kleine Schritte setzen & Ziele definieren
Wenn eine Krise überwältigend wirkt, kann es helfen, sie Stück für Stück zu strukturieren und anzugehen:
Statt die Krise als Ganzes zu sehen, zerlegen Sie sie in kleine, überschaubare Schritte. Wenn Sie die Kraft dazu finden: schreiben Sie Ihre Gedanken auf und viel Wichtiger - überlegen Sie, was können Sie jetzt tun? Welche konkreten nächsten Schritte sind möglich?
Setzen Sie realistische, erreichbare Ziele — zum Beispiel: „In den nächsten Wochen mehr auf mich selbst achten“, „täglich spazieren gehen“, „mit einer vertrauten Person reden“ etc. Das schafft Orientierung und gibt Ihnen ein Gefühl von Kontrolle.
Durch aktives Handeln statt Stillstand wächst das Gefühl von Selbstwirksamkeit — ein zentraler Faktor für mentale Stabilität und langfristige Erholung.
3) Achten Sie auf Ihre körperliche Gesundheit
Krise belastet nicht nur unsere Gedanken. Körper und Psyche hängen eng zusammen. Deshalb ist es wichtig, gut für beides zu sorgen.
Regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und ausgewogene Ernährung wirken sich positiv auf unser Stressniveau und unser Wohlbefinden aus.
Auch Entspannungsübungen, Achtsamkeit oder bewusste Auszeiten können helfen, Stress abzubauen und Emotionen zu regulieren.
Dies schützt nicht nur kurzfristig vor Überforderung, sondern trägt langfristig zur Stabilisierung Ihrer mentalen Gesundheit bei.

4) Suchen Sie Unterstützung — soziale Kontakte & psychologische Beratung
Einsamkeit, Isolation oder der Versuch, alles allein zu schaffen, erschweren Krisen oft zusätzlich. Umso wichtiger sind soziale und professionelle Unterstützung.
Gespräche mit Freund:innen, Familie oder vertrauten Personen können entlasten und das Gefühl von Verbundenheit und Unterstützung geben. Ein wichtiger Schutzfaktor!
Wenn Sie merken, dass die Belastung zu groß wird — z. B. Sie ständig ängstlich, traurig oder überwältigt sind — kann professionelle psychologische Beratung helfen. Studien zeigen, dass gezielte Interventionen oder Achtsamkeitsprogramme die Resilienz und damit die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen, nachhaltig verbessern.
Gerade wenn Sie in der Region Leipzig leben, müssen Sie den Weg aus einer Krise nicht allein gehen. Als psychologische Beraterin unterstütze ich Sie dabei, Klarheit zu gewinnen, innere Stärke aufzubauen und wieder Zugang zu Ihren eigenen Ressourcen zu finden. Hilfe anzunehmen ist ein mutiger Schritt und ein Ausdruck von Selbstfürsorge und Stärke.
5) Akzeptieren Sie Veränderung, lernen Sie aus der Vergangenheit & entwickeln Sie neue Perspektiven
Krisen bringen oft (und manchmal schmerzhaft) Veränderung. Aber sie bieten auch Chancen für Wachstum und neue Einsichten.
Wer akzeptieren kann, dass sich durch eine Krise Dinge ändern, öffnet Raum für neue Wege und Lösungen.
Rückblick auf vergangene schwierige Zeiten und darauf, was damals geholfen hat, kann Orientierung geben: Vielleicht entdecken Sie alte Ressourcen oder neue Stärken, die Sie wieder mobilisieren können.
Durch diese Reflexion entsteht oft ein neues Bewusstsein — über eigene Werte, Prioritäten und was wirklich wichtig ist. Das kann helfen, einen eigenen Weg aus der Krise heraus zu gestalten.

Wenn Sie in Leipzig leben, kann es besonders wohltuend sein, eine vertrauensvolle Anlaufstelle direkt vor Ort zu haben. In meiner psychologischen Beratung biete ich Ihnen einen geschützten Raum, in dem Sie Belastendes aussprechen, neue Perspektiven entwickeln und Schritt für Schritt wieder zu mehr innerer Stabilität finden können. Viele Menschen erleben es als erleichternd, eine lokale Ansprechpartnerin zu haben – jemanden, der präsent ist, gut erreichbar und die Region versteht. Dieser persönliche Bezug macht es leichter, Hilfe in Anspruch zu nehmen und in Ihrem Alltag nachhaltig Veränderungen zu verankern.

Eine Krise zu durchleben ist belastend, doch sie ist nicht das Ende. Mit bewusstem Blick auf Ihre inneren und äußeren Ressourcen, aktiver Selbstfürsorge, sozialen Kontakten und — wenn nötig — professioneller psychologischer Beratung können Sie gestärkt daraus hervorgehen. Krisen sind kein Makel, sondern eine Herausforderung — und mit den richtigen Strategien lassen sie sich bewältigen und als Chance für Wachstum nutzen.


